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Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2018! (01.01.2018!)

Dem Interesse unserer Gäste möchten wir mit folgenden Text gerne nachkommen:

 

Wir bemühen uns ständig, die Geruchsbelästigung durch Pflanzenreste der sog. Wasserpest so gering wie möglich zu halten. Da unsere Mitarbeiter die Reste aber nur außerhalb des Badebetriebes entfernen können, kann es vorkommen, dass an Land gespülte Pflanzenreste zur Geruchsbelästigung beitragen. Wir bitten insoweit um Verständnis.

Übrigens:

Die Wasserpest beeinträchtigt NICHT die Qualität des Badewassers, was regelmäßige Untersuchungen belegen. Letztmalig z.B. im April 2017. Fragen sie doch einfach bei uns an der Kasse nach den Untersuchungsergebnissen, wir sind gerne bereit ihnen so einen Befund zu zeigen.

 

Wasserpest Elodea - oder positiv ausgedrückt Froschbissgewächse

 

Aussehen:

Wasserpest-Arten sind ausdauernde untergetauchte Wasserpflanzen. Ihre dicht beblätterten Sprosse kriechen oder wachsen aufrecht. Sie sind ca. 1 mm dick und bis zu 300 cm lang. Die dunkelgrünen zungenförmigen Blätter sind um 10 mm lang und 2 - 3 (- 5) mm breit. Sie stehen in meist 3-zähligen Quirlen, sind bei E. canadensis weich oder starr, vorn abgerundet, parallelrandig und etwa 2-5mal so lang wie breit.

Maßnahmen

Nimmt die Wasserpest den Platz anderer Arten ein, die durch Gewässerverunreinigungen oder andere anthropogene Eingriffe zuvor verdrängt worden sind, so ist sie nicht Ursache, sondern Symptom unerwünschter Umweltveränderungen. Hier sollten Maßnahmen vor allem darauf zielen, diese Umweltveränderungen rückgängig zu machen, z.B. durch Reduktion von Nährstoffeinträgen.

Vorbeugen

Das Ausbringen von gebietsfremden Pflanzen ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz (§41.2) grundsätzlich nicht ohne Genehmigung erlaubt. Da E. canadensis in Deutschland bereits so weit verbreitet ist, kommt vorbeugenden Maßnahmen keine große Bedeutung mehr zu. Dennoch sollten Ausbringungen und der Transport von Sprossstücken in andere Gewässer unterbleiben – auch unbeabsichtigte, etwa mit Booten oder Angelgeräten.

Allgemeine Empfehlungen zur Bekämpfung

Es gibt kein Patentrezept zur Wasserpestbekämpfung. Vor der Entscheidung über eine Bekämpfung sollte also die Prüfung der Notwendigkeit und der technischen und finanziellen Machbarkeit stehen. In vielen Fällen wird das Ergebnis sein, dass man mit der Art leben muss. Wie die Erfahrungen des letzten Jahrhunderts zeigen, kann man auch darauf hoffen, dass in viele Fällen die Elodea-Dominanz selbständig zurückgeht. In anderen Fällen kann eine regelmäßig wiederholte Maßnahme notwendig und sinnvoll sein. Bei allen Bekämpfungsmaßnahmen ist darauf zu achten, dass sie nicht zur weiteren Ausbreitung der Art beitragen, wenn z.B. Geräte oder Boote mit anhaftenden Sprossteilen in andere Gewässer verbracht werden. Mechanische Bekämpfung sollte im Juli oder August durchgeführt werden. Grabenräumung im Herbst oder Winter kann Elodea fördern, da ihre frei flottierenden Winterknospen bei der Räumung nicht entfernt werden und im Frühjahr in den geräumten Gräben gut auskeimen können.

Methoden und Kosten der Bekämpfung

Mechanische Maßnahmen zur Räumung von Fließgewässern müssen periodisch wiederholt werden. Als Alternative bietet sich an kleinen Fließgewässern der Aufbau bachbegleitender Gehölzbestände an, deren Schatten den Aufwuchs von Wasserpflanzen allgemein vermindert. Massenbestände in größeren Gewässern werden mit speziellen Mäh-/ Sammelbooten mechanisch entfernt, wie es am Niederrhein oder in Holland regelmäßig geschieht. Erfahrungen des Ruhrverbandes am Harkortsee zeigen, dass mit dieser Methode täglich 150 m³ Biomasse "geerntet" werden konnten. Dabei wurde in 4 Wochen ca. 15 ha in den Bereichen des stärksten Bewuchses von den Pflanzen befreit. Bei Einsatz von 4 – 5 Mitarbeitern für 10 Stunden täglich beliefen sich die Kosten auf ca. 130.000 €, das entsprach 115 € pro Tonne Feuchtgewicht. Teiche kann man zur Elodea-Bekämpfung trocken fallen lassen. Besonders, wenn Frost in der Trockenperiode herrscht, lässt sich die Art so gut bekämpfen. Dagegen ist der Erfolg von biologischen Bekämpfungsmethoden zweifelhaft. Graskarpfen fressen nach verschiedenen Berichten die Pflanze zwar und können ihren Massenzuwachs damit begrenzen, andere Wasserpflanzen sind jedoch genauso betroffen. Der Einsatz von Graskarpfen kann damit in Gewässern mit mehreren Arten von Wasserpflanzen zu einer nicht vorhersehbaren Dominanzverschiebung auf Kosten der besonders gern gefressen Arten führen. Das Ausbringen von Graskarpfen ist im Übrigen nach dem Bundesnaturschutzgesetz genehmigungspflichtig. In Nordamerika und Australien gab es Versuche, Elodea canadensis mit Herbiziden zu bekämpfen. Abgesehen von den zahlreichen Wirkungen auf andere Pflanzen und Tiere war Elodea mit Herbiziden besonders schwer zu bekämpfen, da sie durch Aufwuchsorganismen auf ihren Blättern vor dem Herbizid geschützt wird. In England werden Herbizide zur Bekämpfung empfohlen, die auch andere Wasserpflanzen vernichten. In Deutschland ist ihre Anwendung in oder an Gewässern grundsätzlich verboten.

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